Veröffentlicht von Michael Frohnert am Mi., 6. Mär. 2019 18:00 Uhr

Kreuzweg der Jugend in Großziethen

Am Aschermittwoch versammelte sich eine große Gemeinde aus überwiegend jungen, aber auch einigen älteren Menschen in der Dorfkirche Großziethen, um miteinander Gottesdienst zu feiern, den Kreuzweg der Jugend. So stimmte sich die versammelte Gemeinde am Anfang der Passionszeit auf den Weg ein, den Jesus Christus vor 2000 Jahren für alle Menschen gegangen ist, den Weg durch Leid und Tod in ein neues Leben hinein. Anders als im letzten Jahr gingen wir in diesem Jahr aber keinen realen Weg, sondern blieben in der Kirche. Doch wie Pfarrer Horn zum Schluss sagte, war es in gewisser Weise dennoch ein „Weg“, den wir gegangen sind, ein innerer Weg. Gestaltet und vorbereitet wurde dieser ganz andere Gottesdienst von den Konfirmanden des diesjährigen Jahrgangs. Sie nahmen uns mit durch die verschiedenen Stationen des Kreuzweges Jesu, vom Verrat, über die  Verhaftung,  die Geißelung, bis hin zur Kreuz und Grab. Immer mit dem Ziel, den Bogen vom damals ins heute zu schlagen. „Manchmal muss man Dinge „begraben“. Was hast du schon begraben?“ „Warst du schonmal an einem Punkt, wo du nur hoffen konntest, dass alles noch gut wird?“ Das waren nur einige der Fragen, die zwar keine allgemeine Antwort fanden – weil es diese auch gar nicht geben kann-, die sich aber jeder Besucher selbst stellen und für sich vielleicht beantworten konnte. Es war ein Gottesdienst, der im wahrsten Wortsinne zum „NACH-DENKEN“ angeregt hat. Getragen wurde all dies von einem tiefen Gottvertrauen: „Du spürst: Gott ist da. Er liebt dich und begleitet dich weiter. Und er meint es gut mit dir.“ Mit diesen bestärkenden Worten wurden wir in den Abend entlassen. Ich wünsche allen Menschen eine gesegnete Passionszeit, in die uns dieser Gottesdienst gut mit hineingenommen hat.

Michael Frohnert

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